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Ablaufprogramm

 

"Du bist ein ganz gemeiner Schwindler! So gemein!", krachend fällt die Zimmertür ins Schloss und Anton wirft sich schluchzend auf sein Bett. Wieder hat sein grosser Bruder ihn geärgert und zum Schluss gesagt "Es gibt doch gar keinen Bernauer Weihnachtsmann!". Er hat sicher gelogen! Natürlich gibt es einen Bernauer Weihnachtsmann und der wird auch morgen Abend wieder an der Tür klingeln!" So gemein...", schnieft der kleine Junge und gräbt seinen Kopf tief in sein Kuschelkissen.

Erinnert sich sein Bruder denn nicht an das letzte Jahr? Kurz nachdem sie die Kerzen am Baum angezündet hatten, da hat es geläutet und laut an der Tür gepoltert. Einen grossen Sack hat der Bernauer Weihnachtsmann mitgebracht und so wunderbar nach Zimtkeksen gerochen.Genau wie Antons Lieblingskekse, die Mama immer extra für ihn zu Weihnachten bäckt.
Und dann hat er dieses grosse Buch heraus geholt. Ganz doll geglänzt hat das und der Bernauer Weihnachtsmann hat gesagt, dass über jedes Kind in Bernau da alles drinsteht. Ob man brav war oder ob man auch mal Schimpfe bekommen hat.
Da stand sogar drin, dass Anton der allerbeste Turmbauer seiner ganzen Kindergartengruppe ist. Dafür hat der Bernauer Weihnachtsmann ihn auch ganz doll gelobt. Und als er vorgelesen hat, dass Anton manchmal vergisst, seine Bauklötze wegzuräumen, hat er auch nur ganz kurz die Stirn gerunzelt, aber der Bernauer Weihnachtsmann hat ihm dabei durch die Brille zugezwinkert. Das hat Anton ganz genau gesehen! Deshalb hat Anton dem Bernauer Weihnachtsmann auch ganz schnell versprochen, dass er nun immer alles wegräumen wird. Und die goldene Nuss, die er bekommen hat, wurde sogar auf seine Baukiste geklebt, damit er sein Versprechen nicht aus Versehen vergessen kann.

Und sein Bruder hat ganz stotternd sein Gedicht aufgesagt und wurde trotz der vielen Versprecher vom Bernauer Weihnachtsmann dafür gelobt. Warum erzählt er jetzt dann solche Gemeinheiten? Schliesslich hat er Anton doch erzählt, dass er dem Bernauer Weihnachtsmann einen Brief geschrieben hat und sich von ihm dieses neue Computerspiel gewünscht hat. Sicher wollte er ihn wirklich nur ärgern. Und morgen...morgen wenn es dunkel ist, wird es wieder vor der Tür poltern und das ganze Zimmer nach Zimtkeksen duften...., das weiss Anton ganz sicher. Eine einzelne silberne Träne glänzt noch auf seiner Wange, während er mit einem Lächeln auf dem Gesicht einschläft....

 

Der Besuch 

 
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